Initiierung mit Schwerpunkt auf Müttern mit laktationsbezogenen Risikofaktoren

Die ersten Stunden und Tage nach der Geburt sind für Mutter und Säugling entscheidend, um die Milchproduktion effektiv zu initiieren und aufzubauen. Die angemessene Unterstützung und Beratung von Müttern in dieser Zeit ist entscheidend, damit sie eine angemessene Milchversorgung initiieren und aufrechterhalten können.

Mütter stillen mit höherer Wahrscheinlichkeit ab, wenn sie den Eindruck haben, dass ihre Milchproduktion nicht ausreichend ist. Mütter mit laktationsrelevanten Risikofaktoren oder mit einem Kind, das nicht ausreichend an der Brust trinken kann, benötigen beim Aufbau der Milchproduktion zusätzliche Unterstützung. Der Einsatz von Milchpumpen für den Krankenhausgebrauch zur Anregung der Milchbildung kann in solchen Fällen wertvolle Hilfe leisten. Es ist daher hilfreich, Frauen mit Risikofaktoren für eine verzögerte sekretorische Aktivierung erkennen und überwachen zu können; sie können von einer frühzeitigen Nutzung der Pumpe zur Initiierung und zum Aufbau einer ausreichenden Milchproduktion besonders profitieren.

Lars Bode, Professor für Kinderheilkunde und Direktor des Mother-Milk-Infant Center of Research Excellence (MOMI CORE), University of California, San Diego, USA Angesichts der vielen Veränderungen in der klinischen Praxis müssen wir die Eltern mit evidenzbasierten Informationen versorgen, damit sie im Spital die entsprechende Unterstützung bei der Initiierung der Milchproduktion und beim Stillen einfordern und so auch langfristig eine ausreichende Milchproduktion gewährleistet ist.

Initiierung der Milchproduktion

Alle Mütter erleben den gleichen Laktationsprozess, um eine ausreichende Milchproduktion zu erhalten, unabhängig davon, ob sie ein termingeborenes oder ein frühgeborenes Baby zur Welt bringen. Die Milchproduktion kann als ein Kontinuum aus vier Phasen beschrieben werden:

  • Entwicklung – des Brustgewebes
  • Initiierung – der Milchproduktion
  • Aufbau – der Milchproduktion
  • Aufrechterhaltung – der Milchproduktion

Da die Phasen sehr stark zusammenhängen, ist es wichtig, die Dinge gleich von Beginn an richtig zu machen. Schließlich hat dies einen wesentlichen Einfluss auf den langfristigen Erfolg der Milchproduktion.

Laden Sie unsere Infografik zur Initiierung der Milchproduktion herunter

Leitfaden für medizinische Fachpersonen: Stillen und Abpumpen während der COVID-19-Pandemie

Auf Grundlage aktueller Erkenntnisse von WHO und UNICEF liefert diese Infografik für medizinisches Fachpersonal Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Stillen und Coronavirus – sowohl bei vermuteter als auch bei bestätigter COVID-19-Infektion und sowohl für termingeborene als auch in neonatologischer Intensivbehandlung befindliche Säuglinge.

Klicken Sie hier, um ein leicht verständliches Flussdiagramm herunterzuladen, das eine schnelle und akkurate Entscheidungsfindung für sicheres Stillen und Abpumpen in der COVID-19-Pandemie ermöglicht.

Klicken Sie hier und lesen Sie unsere hilfreichen Tipps für Mütter zum Aufbau von Stillvertrauen

 

Risikofaktoren für die Initiierung des Stillens

Bei der Bestimmung des Risikos für eine verzögerte sekretorische Aktivierung sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Drei dieser Risikofaktoren können bereits vor der Geburt bewertet werden (Alter der Mutter, Gravida, Gewicht), während der vierte – die Entbindung – sich erst kurz vor oder während des Geburtsvorgangs (sekundäre Sectio) bewerten lässt. Die passende medizinische Intervention zum richtigen Zeitpunkt kann die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mutter ihre Stillziele erreicht, drastisch erhöhen. Daher sollten Mütter mit entsprechenden Risikofaktoren im Hinblick auf potenzielle Stillprobleme aufgeklärt werden.

Klicken Sie hier, um die Infografik zu den 10 Risikofaktoren herunterzuladen, die vor und nach der Geburt zu berücksichtigen sind und die den Stillerfolg oder die Muttermilchproduktion beeinträchtigen können.

 

Massnahmen gegen verzögerte Laktogenese und unterdrückte Laktation bei Müttern mit Risikofaktoren

Die Fähigkeit, eine für den Bedarf eines Säuglings ausreichende Milchproduktion zu initiieren, aufzubauen und aufrechtzuerhalten, hängt von komplexen und wiederum voneinander abhängigen Faktoren ab. Darüber hinaus gibt es mehrere mütterliche Risikofaktoren für eine verzögerte Milchproduktion und unterdrückte Laktation.

Oft werden jedoch erst Massnahmen ergriffen, wenn die Mutter über Probleme berichtet. Durch die Ermittlung des Risikos für eine verzögerte oder unterdrückte Milchproduktion, insbesondere bei Müttern mit mehreren Risikofaktoren, kann das medizinische Personal den Ernährungsfortschritt der Säuglinge besser überwachen und gegebenenfalls aktiv eingreifen.


Laden Sie das Whitepaper über Massnahmen gegen verzögerte Laktogenese und unterdrückte Laktation bei Müttern mit Risikofaktoren von Jean Rucks Rhodes herunter

 

Wichtiges Timing: Das kritische Zeitfenster für die Initiierung der Laktation und Verbesserung der Patientenzufriedenheit

Professor Diane Spatz, PhD, RN-BC, FAAN, präsentiert evidenzbasierte Strategien zur Behebung suboptimaler Laktationssituationen im Zusammenhang mit laktationsrelevanten mütterlichen Risikofaktoren und zur Umsetzung laktationsrelevanter Änderungen in der klinischen Praxis.

Belege für die Auswirkungen Mehr erfahren Übergang vom Spital nach Hause Mehr erfahren